| Am Wochenende hatte ich die Ehre bei der Eröffnung des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim - Berlin dabei zu sein.
Am Freitag, den 20. Januar fand ein Empfang und eine Vorbesichtigung in den neuen Ausstellungsräumen statt.
Eine absolute Besonderheit ist die Kunstsammlung der Stadt Charlottenburg die nun erstmal in ihrer Gesamtheit bewundert werden kann. Sie gibt einen Einblick in die Berliner Kunstszene um die Jahrhundertwende. Charlottenburg war damals noch eine selbstständige Stadt und wurde erst in den 1920er Jahren zu Groß-Berlin eingemeindet. Bis dahin galt Charlottenburg seit 1902 als reichste Stadt Preußens und konnte daher die Kunstförderung besonders vorantreiben.
Eine weiteres Novum des Museums ist die Sonderausstellung "Sorgenfrei". Sorgenfrei; so nannten die Oppenheims ihren Sommersitz in Charlottenburg, in der die Geschichte der Familien Mendelssohn und Oppenheim dokumentiert wird. In Folge der Erbteilung wurde die Villa schließlich 1911 an die Stadt Charlottenburg verkauft. Die Villa Oppenheim galt im Volksmund damals als die "luxuriöseste Laube Berlins".
Die Sonderausstellung "Sorgenfrei" berücksichtigt auch den deutschen Maler Josef Block mit 3 Ausstellungsflächen. Vier originale Kunstwerke von Block haben die Erben dem Museum als Leihgabe zur Verfügung gestellt. Zahlreiche historische Fotodokumente untermalen das Leben des Malers Block als Familienmitglied der Oppenheims. Beim Empfang waren zahlreiche Nachfahren der Familie Oppenheim, Mendelssohn und Block anwesend, so dass es gewissermaßen ein Stelldichein dieser Familientradition war, die Villa als Ort für Familienbegegnungen und Zusammenkünfte. Generationen später gab es nun ein Wiedersehn im "alten Zuhause".
Die große Eröffnung am Sonntag, den 22. Januar war einerseits ein Erfolg, was den Andrang der Besucher betrifft, andererseits etwas enttäuschend, da vom Festakt wegen der Überfüllung und des Lärmpegels nichts zu hören war und eine feierliche Stimmung nicht aufkam. Dennoch, die Berliner ,die Charlottenburger und die Wilmersdorfer haben nun ihr Kiezmuseum zurück! Ein ganz edles sogar welches jetzt auf Augenhöhe mit dem Museum Berggruen und dem Bröhan Museum um die Gunst der Besucher wirbt. Die kommende Lange Nacht der Museen am 28.01.2012, dürfte für einen zweiten großen Ansturm auf die Villa Oppenheim sorgen. Hoffentlich gibt es dann einen geregelten Zugang so dass die neuen Ausstellungsräume besser zur Wirkung kommen und die Besucher mehr davon haben. Dennoch Herzlichen Glückwunsch "Villa Oppenheim"!
Presseberichte und TV- RBB Abendschau und TV-Berlin:
http://www.tvb.de/newsmeldung/datum/2012/01/20/museum-charlottenburg-wilmersdorf-oeffnet-wieder.html
http://www.rbb-online.de/suche/index.htx
http://www.museumsportal-berlin.de/ausstellungen/exhibition-details/sorgenfrei.html
http://blog.klausenerplatz-kiez.de/archive/2012/01/22/museum_charlottenburgwilmersdo
https://press.visitberlin.de/de/event/sorgenfrei-%E2%80%93-die-familien-mendelssohn-und-oppenheim-in-charlottenburg
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/villa-oppenheim-menzel-bei-mendelssohn,10809148,11485124.html
http://www.morgenpost.de/printarchiv/berlin/article1886626/Die-Schaetze-von-Charlottenburg.html
http://www.tagesspiegel.de/berlin/city-west-das-haus-der-kiezgeschichte/6087088.html
http://www.tip-berlin.de/kultur-und-freizeit-kunst-und-museen/das-museum-charlottenburg-wilmersdorf-eroffnet-neu
http://www.lange-nacht-der-museen.de/
http://www.villa-oppenheim-berlin.de/fileadmin/files/pdf/Sorgenfrei.pdf
http://www.jungewelt.de/2012/01-24/011.php
http://www.berliner-freizeit-tipps.de/veranstaltungen/eventeinzelheiten/1145/92|93|95/sonderausstellung-sorgenfrei-die-familien-mendelssohn-und-oppenheim-in-charlottenburg



