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ISO-Normenausschuss: Weltweit einheitliches Informationssystem für mehr Sicherheit im und am Wasser kommt im nächsten Jahr

Bad Nenndorf (ots) - In jedem Jahr ertrinken weltweit über 400.000 Menschen. Die Unkenntnis über die Gefahren im und am Wasser ist eine Hauptursache. Nach den Verkehrsunfällen ist Ertrinken die zweihäufigste Unfallursache. Die International Standardization Organization (ISO) hat sich zum Ziel gesetzt, durch ein weltweit einheitliches Informationssystem an Stränden, Badeseen und in Schwimmbädern auf die besonderen Gefahren hinzuweisen. Mit Signalen, Flaggen und Zeichen werden die Badegäste zukünftig besser über Risiken und richtiges Verhalten im und am Wasser aufgeklärt.

Der ISO-Normenausschuss tagte vom 11-13. Juli bereits zum zweiten Mal im Bundeszentrum der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Bad Nenndorf. Als Vertreter der DLRG ist Ortwin Kreft, Leiter Einsatz im Präsidium, Mitglied des mit weiteren internationalen Experten besetzten Ausschusses.

Barry Gray, Großbritannien, Vorsitzender der Arbeitsgruppe, zog nach der siebten Tagung eine positive Bilanz: "Wir haben unsere Arbeit zu 98% getan. Ich bin zuversichtlich, dass die neue ISO-Norm im ersten Quartal des nächsten Jahres in Kraft tritt. Dann können die Staaten mit der Umsetzung beginnen. Insbesondere in den Entwicklungsländern erhoffen wir uns durch die Flaggen und Zeichen mehr Sicherheit."

Die DLRG und die International Life Saving Federation (ILS), der Weltverband der nationalen Wasserrettungsorganisationen, haben in diesem Prozess eine Vorreiterrolle gehabt. "Wir haben die neue rot-gelbe Signalgebung mit Flaggen bereits eingeführt. Der ISO-Normenausschuss ist unserem Vorschlag gefolgt und signalisiert, dass dieser Teil der neuen ISO-Norm noch in diesem Jahr beschlossen wird", so Ortwin Kreft.

Für weitere Informationen: Martin Janssen, Pressesprecher der DLRG, Telefon: 05723-955441 oder 0177-9148887

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